Selbstverständnis

Unsere Arbeit ist an einem heilpädagogischen Grundverständnis auf der Basis eines christlichen Menschenbildes ausgerichtet. Immer steht dabei der ganze Mensch im Vordergrund, nicht "sein Symptom". Diese Form von Erziehung setzt sich mit den individuellen, somatischen, psychischen und sozialen Bedingungen der jungen Menschen auseinander, berücksichtigt und nutzt diese in der Arbeit und bemüht sich um ihre (Wieder-)Eingliederung in ihr soziales Umfeld.

Wir erkennen in auffälligem Verhalten ein Beziehungsphänomen. Für uns ist es wichtig, Entwicklungsstörungen oder psychosoziale Störungen im Kontext von Biographie und Lebensumwelt der jungen Menschen zu verstehen und darin eine Bedeutung zu entdecken.

Eine gelungene Persönlichkeitsentwicklung kann nämlich nur dann erreicht werden, wenn Mensch und Lebensumwelt in ihrer Wechselbeziehung in den pädagogisch-therpeutischen Prozess einbezogen werden. Einseitige Verhaltensänderungen nur bei den Kindern reichen auf Dauer nicht aus, auch ihre Bezugssysteme müssen sich verändern.

Wir sehen unsere Aufgabe darin, an den Stärken und Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen pädagogisch fördernd anzusetzen und - bezogen auf Defizite und Beeinträchtigungen - therapeutisch heilende Räume und Beziehungen zur Verfügung zu stellen.

Maßgeblich für die Umsetzung unseres Arbeitsansatzes sind die Fachkräfte, die sich mit ihrer heilpädagogischen Haltung authentisch in die Begegnung mit dem jungen Menschen einbringen.

Als Fach-Menschen stehen ErzieherInnen, HeilpädagogInnen, SozialpädagogInnen, Diplom-PädagogInnen, Diplom-PsychologInnen... mit entsprechenden Zusatzqualifikationen zur Verfügung, die folgende Grundeinstellung verbindet:

  • ein christliches Menschenbild
  • eine ganzheitliche Sicht des Menschen
  • die Achtung vor der Würde unserer KlientInnen
  • die Neugierde auf die unentdeckten Möglichkeiten junger Menschen
  • die Freude, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten

 

Uns ist bewusst, dass die Arbeit von unserer eigenen fachlichen und menschlichen Entwicklung als "HelferInnen" abhängig ist, ebenso wie von dem Prozess des gegenseitigen Austausches und der Auseinandersetzung in und mit unserem Arbeitsgefüge.